Blankensee, den 03.09.2025:
Etwa 300.000 Jungaale mit einem Gesamtgewicht von 2,1 Tonnen und einem Wert von 110.000 Euro treffen per Spezial-Lkw in Brandenburg ein. Sie werden in verschiedenen Gewässern, unter anderem im Blankensee bei Trebbin, in die Wünsdorfer Seen und in Seen südlich und nördlich von Berlin freigelassen.
10 Mio. Aale ausgesetzt in Brandenburg 2025
Pilotprojekt seit 19 Jahren
Hintergrund ist das „Pilotprojekt zur Förderung des Europäischen Aalbestandes im Elbeeinzugsgebiet des Landes Brandenburg“, mit dem Brandenburgs Fischer und Angler seit 19 Jahren den Aalbestand durch koordinierte und wissenschaftlich begleitete Besatzmaßnahmen unterstützen. Im Rahmen dieses Projekts wurden bereits über 110 Millionen Aale ausgesetzt. Es ist das umfangreichste Aalbesatzprojekt Europas und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Erfüllung der Besatzziele des Aalmanagementplans für das gesamte Elbeeinzugsgebiet.
Voller Erfolg
Das Wiederauffüllungsprogramm ist dank der herausragenden Unterstützung der EU und des Landes Brandenburg ein voller Erfolg. Der Aalbestand in unseren Gewässern ist dadurch deutlich angestiegen, was sich in den kommenden Jahren in einer erhöhten Abwanderungszahl widerspiegeln wird. Nach Einschätzung der Wissenschaftler des projektbegleitenden Instituts für Binnenfischerei e. V. Potsdam-Sacrow werden die Abwanderungsziele der EU-Aal-Verordnung und des Aalmanagementplans für das Elbeeinzugsgebiet in den nächsten drei Jahren erreicht. Das Ziel besteht darin, dass mindestens 40 % der Aale nach einem 8- bis 15-jährigen Leben im Binnenwasser die Rückwanderung in ihr Laichgebiet antreten und so erfolgreich zur Reproduktion des europäischen Aalbestandes beitragen. Besatz bleibt die effektivste Maßnahme zur Wiederauffüllung des europäischen Aalbestandes. Der seit 2011 zu verzeichnende Anstieg der Glasaalfänge an den europäischen Küsten spricht für eine Erholung des Aalbestandes und den Erfolg europaweit durchgeführter Besatzmaßnahmen.
Bislang wurden im Land Brandenburg ca. 16 Millionen Euro in die Wiederauffüllung des europäischen Aalbestandes durch Besatz investiert. 80 % der Besatzkosten werden aus EU- und Landesmitteln gefördert. Die übrigen 20 % (mehr als 3 Mio. Euro) haben Fischer und Angler aus privaten Mitteln aufgebracht. An dem Projekt beteiligen sich über 80 Fischereibetriebe und der Landesanglerverband Brandenburg e. V. Auch der ESF (Eel Stewardship Fund) der Initiative zur Förderung des Europäischen Aals e. V. (IFEA) hat dieses Projekt bislang mit 400.000 Euro unterstützt.





